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Fahrrad Kindersitze

Der richtige Kindersitz fürs Fahrrad

Kinder gehören zu den schwächsten Teilnehmern im Straßenverkehr. Selbst im Kindersitz auf dem Fahrrad ihrer Eltern brauchen sie deshalb einen besonderen Schutz. Neben einem Fahrradhelm können Sie auch durch die Wahl des richtigen Modells die Sicherheit im Fahrradkindersitz wesentlich erhöhen. Fahrradanhänger gelten jedoch generell als wesentlich sicherer. Weitere Informationen finden Sie auch im Ökotest Fahrradkindersitz Test 2008.

Fahrradsitze für hinten

Grundsätzlich lassen sich die meisten Modelle, die über dem Hinterrad nur an runden, nicht zu dicken Sattelrohren befestigen. Bei voll gefederter Hintergabel können diese Sitze gar nicht montiert werden. Und bei manchen Rädern – vor allem Damenrädern – sind oft die Bremszüge im Weg.
Römer Jockey Comfort
  • Testsieger Ökotest 2008
  • Großflächiger Speichenschutz & stabiler Stahlbügel
  • Doppel-Gurtsystem mit praktischem Steckschloß
  • TÜV/GS geprüft nach Prüfnorm DIN EN 14344
Preis: 94,00 €
OK Baby Sirius
  • Gutes Testergebis bei Ökotest
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  • Sehr guter Seitenaufprallschutz
  • Stabiele Befestigung am Rahmen
Preis: ab 59,99 €

Fahrradsitze für vorne

Einige Modelle lassen sich zwischen am so genannten Steuerrohr zwischen Lenker und Sattel befestigen. Diese Sitze sind zugelassen bis 15 kg und beeinflussen das Fahrverhalten des Fahrrads weniger als ein Sitz für hinten, oft müssen die Eltern wegen des knappen Platzes für die Beine dann breitbeinig in die Pedale treten. Da das bei längeren Fahrradtouren auf die Ausdauer geht, sollte man einen solchen Fahrradkindersitz vor dem Kauf beim Fachhändler testen.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Es gibt drei Möglichkeiten, einen Kindersitz zu montieren: Entgegen der Fahrtrichtung vor dem Lenker, in Fahrtrichtung hinter dem Lenker und, ebenfalls in Fahrtrichtung, über dem Gepäckträger. Vorn am Lenker haben Sie Ihr Kind zwar ständig im Blick, doch das birgt auch Gefahren. Sie könnten abgelenkt sein und sich weniger auf den Verkehr konzentrieren. Hinzu kommt: Befindet sich der Sitz vor dem Lenker, lässt sich das Fahrrad weniger gut kontrollieren, befindet er sich dahinter, büßen Sie an Bewegungsfreiheit ein. Außerdem weht ihrem Kind dann der Fahrtwind direkt ins Gesicht.

Die meisten Experten empfehlen deshalb die Montage hinter dem Sattel. Die Kinder sitzen dabei geschützt hinter dem Fahrer, sehen allerdings nichts von der vor ihnen liegenden Strecke. Unter Umständen wird ihnen dann langweilig und sie untersuchen das Fahrrad nach interessanten Details zum Spielen. Achten Sie deshalb darauf, dass sich unter dem Sattel keine Federn befinden, die die Finger quetschen könnten.

Fahrradsitze für hinten sind je nach Modell für Kinder bis 25 Kilogramm zugelassen. Bei den Lenker-Modellen ist bereits bei 15 Kilogramm das Höchstgewicht erreicht. Für sämtliche Sitze gilt: Sie sind für Kinder bis sechs Jahre geeignet und der Fahrer muss mindestens 16 Jahre alt sein.

Achten Sie beim Kauf auf höhenverstellbare Kopf- und Fußstützen sowie auf eine Beinsicherung und Gurte für die Füße. Der Sitz sollte vom TÜV geprüft sein und die EU-Norm DIN EN 14344 für einen guten Speichenschutz erfüllen. Hat der Sitz eine verstellbarer Rücklehne, können Kinder in der Ruheposition sogar schlafen. Und: Machen Sie ein Probesitzen. Sitz Ihr Kind auch mit Helm noch bequem in der Schale? Oder stößt der Helm womöglich gegen die Rückenlehne?

Gute Fahrradkindersitze bekommen Sie laut Stiftung Warentest ab 60 Euro. Teurere Modelle müssen nicht unbedingt sicherer sein, bieten häufig aber mehr Komfort. Wenn Sie beispielweise regelmäßig Einkäufe mit Kind und Fahrrad erledigen wollen, sollten Sie sich für einen Sitz mit Transportbox oder Seitentaschen entscheiden, denn der Gepäckträger fällt als Stauraum weg.