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Sicherheit im Fahrradkindersitz

Fahrradkindersitz – die richtige Entscheidung?

Zahlreiche Tests haben gezeigt, dass qualitativ hochwertige Fahrradanhänger um Einiges sicherer sind als Fahrradkindersitze. Der Schutz bei Crashs ist höher und bei einem Sturz fällt das Kind nicht mit auf die Straße. Und Fahrradanhänger bieten auch praktische Vorteile, da je nach Modell mehrere Kleinkinder mitgenommen und auch Babys schon in Fahrradanhängern transportiert werden können.


Soll es dennoch ein Fahrradkindersitz werden – schließlich ist diese Entscheidung oft auch eine Kostenfrage – sollte man besonders auf die Qualität des Sitzes achten. Die Montage der Kindersitze ist aber nicht immer einfach. Um dem Kind größtmögliche Sicherheit zu bieten, sollten einige wichtige Punkte unbedingt beachtet werden.

Hände und Füße

Das Einklemmen von Fingern z.B. kann verhindert werden, indem offene Sattelfedern beim Fahrrad mit einem Klemmschutz abdeckt werden. Alternativ eignen sich auch Sattel mit einer Elastomerfederung. Um Verletzungen der Kinderfüße zu verhindern, sollten diese immer gesichert werden, damit sie beipielsweise nicht in die Speichen geraten. Wird der Sitz auf dem Gepäckträger befestigt, sollte dieser mindestens eine Tragfähigkeit von 25 kg haben.

Federung von Fahrradkindersitzen

Um dem Kind größtmöglichen Komfort zu bieten, sollte eine gute Federung im Sitz vorhanden sein. Eine zu starke Federung, kann sich jedoch negativ auf das Fahrverhalten des Fahrrads auswirken. Eine zu geringe Seitensteifigkeit kann zudem die Pendelneigung des Rades verstärken.

Standsicherheit des Fahrrads

In Bezug auf die Standsicherheit sind Zweibeinständer zu empfehlen. Durch einen so genannten Lenkungsdämpfer kann zudem das Vorderrad stabilisiert werden, was ein Umschlagen dieses verhindert. Dennoch sollte das Fahrrad NIE losgelassen werden, wenn ein Kind im Fahrradsitz sitzt!

Fahrradkindersitz Prüfzeichen

Die Sitze sollten generell immer der aktuellen Fahrradkindersitz Norm EN 14344 entsprechen. Das so genannte GS-Zeichen soll darüber hinaus die Prüfung durch eine unabhängige Stelle garantieren, ist jedoch nur bedingt ein Qualitätskriterium. So entsprechen viele Sitze beispielsweise nicht den in der Norm genannten Maßen, zum Teil sind Rückenlehnen zu kurz oder die Fußstützen lassen sich nicht ausreichend tief einstellen.

Schlafen im Sitz

Um ein komfortables Schlafen im Sitz zu ermöglichen, bieten einige Sitze die Möglichkeit die Rückenlehne nach hinten neigen. Dadurch wird jedoch auch der Schwerpunkt des Sitzes nach hinten verlagert, was sich auf das Fahrverhalten auswirken kann. Um zu verhindern, dass der Kopf nach vorne oder zur Seite fällt, bieten sich Schlafkissen für Fahrradkindersitze an.


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